Wachsende Zusammenarbeit für die Führungskräfte von Morgen – die R+S Group GmbH und das Bildungsunternehmen Dr. Jordan wollen künftig die Kooperation stärken. In einem Pressegespräch stellten die Vertreter Vorteile und Chancen durch diese Intensivierung vor. R+S schickt regelmäßig junge Nachwuchskräfte an die private Berufsakademie.

Als eine Partnerschaft auf Augenhöhe bezeichnete Ralph Burkhardt, Vorsitzender der Geschäftsführung der R+S Group, die aktuelle Zusammenarbeit mit dem Bildungsunternehmen Dr. Jordan. Er sprach sich für ein Umdenken bekannter Strukturen in den Berufsschulen aus: „Wir müssen flexibel werden.“ Dies sei beispielsweise im dualen Studium Mittelstandsmanagement möglich. Langfristig bräuchte es besser ausgebildete Führungskräfte, um die wichtigen Stellen in vielen mittelständischen Unternehmen zu besetzen.

Prof. Dr. Wolfgang Dippel, Direktor am Bildungsunternehmen Dr. Jordan, lobte die Voraussetzungen für mittelständische Unternehmen in der Region Fulda. Dazu würde eine hohe Lebensqualität und niedrige Arbeitslosigkeit gehören. „Schulen sind ein wichtiger Baustein“, meinte er. Dippel hob die verschiedenen Angebote des Bildungsunternehmens Dr. Jordan hervor: „Wir sind die kleinste Berufsakademie in Hessen. Das schafft einen nahen Kontakt.“ Er stellte ebenso die moderne Ausstattung vor Ort vor: „Die Digitalisierung ist ein grundlegender Bestandteil.“

„Immer wieder wird die Ausbildung vergessen“, meinte Dippel. Dabei sei gerade die Praxis des Berufsalltages wichtig, um sicher im Job durchstarten zu können. Mit Blick auf die bisherigen Kooperationen mit den regionalen Unternehmen sei daher die duale Ausbildung oder das duale Studium eine sinnvolle Option, meinte er. In der Regel würden die Auszubildenden beziehungsweise Studierenden nach dem Abschluss weiterbeschäftigt und könnten so ihre Karriere fortführen, erläuterte Dippel.

Direktor Prof. Dr. Lothar Jordan sprach über das professionelle Profiling, welches das Bildungsunternehmen für Schüler und Unternehmen anbietet. Mittels 327 Fragen und einem persönlichen Interview mit Prof. Dr. Günter Solf würden die Personen ein individuelles Ergebnis über die eigenen Schwächen und Stärken erhalten. Dabei werde beispielsweise abgefragt, ob und wie die Menschen gerne lernen und arbeiten. Zudem würden auch einige Mathematik-Fragen gestellt, fügte Jordan an. Anhand der Ergebnisse könnte der berufliche Weg passgenau abgestimmt werden. Das Profiling sei bereits erfolgreich von einigen Firmen wie etwa Jumo genutzt worden, meinte Jordan.

Von links: Prof. Dr. Lothar Jordan, Ralph Burkhardt, Prof. Dr. Wolfgang Dippel.

Bericht & Fotos von Osthessen-Zeitung vom 23.06.2022
Link zum Bericht: https://www.osthessen-zeitung.de/einzelansicht/news/2022/juni/r-s-und-bildungsunternehmen-jordan-verstaerken-kooperation.html